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Keine Gartenabfälle in freier Natur entsorgen: Umweltministerium warnt vor den Folgen

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Herbstzeit ist Gartenzeit und Brandenburg ist ein Land der Gartenfreunde. Die bei der Gartenarbeit anfallenden Grünabfälle dürfen nicht in freier Natur entsorgt werden. Immer wieder aber müssen Mitarbeiter der Naturwacht und der Forstverwaltungen derartige Ordnungswidrigkeiten feststellen.

Die Natur nimmt durch illegal abgelagerte Gartenabfälle Schaden. Durch die Verrottung von Gartenabfällen wird die Nährstoffzusammensetzung des Bodens empfindlich gestört. Wo Grünabfälle entsorgt wurden, sieht man nach kurzer Zeit oft nur noch Brennnesseln als Folge  einer massiven Nährstoffanreicherung. Insbesondere gelangt dadurch Nitrat in den Boden. Das Salz kann in dieser Menge nicht von den Pflanzen aufgenommen werden, in das Grundwasser gelangen und schließlich auch das Trinkwasser belasten.

Abgelagerter Rasenschnitt führt zu Schimmel-, Gärungs- und Fäulnisprozessen und letztendlich zum Absterben von Organismen. Der natürliche Nährstoffkreislauf wird gestört. Durch die Gärprozesse unter Luftabschluss kann es sogar zur Selbstentzündung und letztlich zum Wald- oder Flächenbrand kommen.

Zweige von Strauch- und Baumschnitten können Pilzkrankheiten übertragen. Wurzeln, Zwiebeln und Knollen aus Gartenabfällen können zur unbeabsichtigten Ausbreitung nicht heimischer Pflanzen führen. Diese verdrängen die heimische Flora sowie die von dieser Lebensgrundlage abhängigen Tiere und tragen so zum Artenwandel bei.

Sachgerechte Entsorgung ist Pflicht und spart Geld

Brandenburgs Umweltministerium weist darauf hin, dass pflanzliche Abfälle aus Gärten - wie andere Haushaltsabfälle auch - dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (Landkreis, kreisfreie Stadt, Abfallzweckverband) zu überlassen sind, wenn sie nicht selbst kompostiert werden können. Möglichkeiten zur Grünabfallsammlung in Laubsäcken, auf Wertstoffhöfen und auf Sammelplätzen sind ausreichend vorhanden. In immer mehr Entsorgungsgebieten besteht auch die Möglichkeit, für dieses Material eine Biotonne zu nutzen.

Eine illegale Entsorgung in freier Natur ist auch keineswegs kostensparend. Diese Kosten für die Beseitigung solcher illegaler Ablagerungen werden auf die Abfallentsorgungsgebühren umgelegt und belasten so die Gesamtheit aller Gebührenzahler.

Darüber hinaus verstößt die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen im Wald gegen Abfallrecht und gegen waldrechtliche Vorschriften. Als Ordnungswidrigkeit kann dies mit bis zu 20.000 Euro geahndet werden.

Weitere Informationen zu Grünabfällen im Wald unter:

www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.296598.de

Presseinformation |  MLUL Brandenburg | 13.10.2017 

Die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG) steht Ihnen im Landkreis Barnim mit ihren Wertstoff- und Recyclinghöfen für die Entsorgung Ihrer Grünabfälle zur  Verfügung. Gegen eine Gebühr von 40  ct. pro Sack (80 Liter) bzw. 5 EUR pro m³ können Sie Gartenabfälle auf den Recycling- und Wertstoffhöfen in Bernau, Eberswalde, Wandlitz, Werneuchen und Althüttendorf anliefern. Die Höfe (außer Werneuchen) öffnen ihre Pforten auch am 30. Oktober, dem Brückentag vor dem Reformationstag. Achtung: Am 1. November beginnt die Wintersaison und die Öffnungszeiten der Recycling- und Wertstoffhöfe verkürzen sich.

Hier geht es zu den Barnimer Recycling- und Wertstoffhöfen:

Recyclinghof Bernau bei Berlin

Recyclinghof Eberswalde

Wertstoffhof Althüttendorf

Wertstoffhof Wandlitz

Wertstoffhof Werneuchen

Erneuerbar BDG Barnim